Baumwolle

100%
Organic Cotton

Fair
und nachhaltig

kba Baumwolle

Wir nutzen für unsere Produkte nur 100% kba Baumwolle. Kba ist die Bezeichnung für "kontrolliert biologischer Anbau", wobei die Farmer eine bestimmte Reihenfolge der Fruchtfolge einhalten müssen. Dadurch werden auf den Nährböden Monokulturen vermieden und der Boden bleibt somit fruchtbarer. Somit sinkt der Einsatz von Wasser und es werden keinerlei Pestizide versprüht.

Im Gegenteil ! Anstatt umweltschädlicher Pestizide werden nur natürliche Dünger wie bspw. Jauche verwendet. Daraus resultiert ein qualitativ hochwertiges Produkt.  

Ausgewählte
Naturstoffe

Was ist kba-Baumwolle? Oft wird der Begriff verwendet, aber oft weiß man auch nicht was hinter dem Begriff steckt. Was ist denn der Unterschied zwischen normaler Baumwolle und kBa-Baumwolle?
Kba steht für kontrolliert biologischer Anbau und damit sind einige Eigenschaften verbunden, welche wir als sehr wichtig erachten.
Es fängt bei dem Stichwort Saatgut an.
Denn bei kba Baumwolle darf kein gentechnisch verändertes Saatgut verwendet werden. Wenn man berücksichtigt, dass ein großer Teil des weltweiten Baumwollbedarfs aus Indien kommt (und dort zu 95% gentechnisch verändertes Saatgut verwendet wird), dann sollten wir uns Gedanken darüber machen, wie wir biologischen Anbau stärken können.
Der nächste Punkt führt uns zum Stichwort Schädlingsbekämpfung:
Blattläuse, Zikaden etc. Können den Bauern das Leben ganz schön schwer machen. Die Ernte kann sehr darunter leiden, wenn die Baumwollpflanzen von Schädlingen befallen sind. Um vorzubeugen nutzen kba Bauern entweder natürliche Mittel wie Zwiebeln oder Knoblauch oder sie sie tricksen die Schädlinge durch sogenannte Fangpflanzen aus. Hierbei werden bewusst frühzeitig andere Fangpflanzen angebaut, welche die Schädlinge bevorzugen und somit als Vorbeugung dienen. Anstatt die Baumwollpflanzen zu befallen, werden die anderen extra dafür angebauten Pflanzen befallen. Beim "normalen" Baumwollanbau werden dafür chemische Produkte eingesetzt. Um sich den Plagegeistern zu entledigen, werden Pestizide gesprüht. Dies wird auch so oft wiederholt bis die Schädlinge gewichen sind.
Da bei Bio-Baumwolle noch viel Handarbeit angelegt wird, gibt es im Bereich Erträge ebenfalls deutliche Unterschiede zum konventionellen Anbau. Die Bio-Baumwollfarmer entscheiden stets individuell, ob sich die Ernte bereits lohnt, ob es noch zu früh ist oder ob man auf eine zweite Abreife provozieren kann. Werden die Knospen nämlich von Schädlingen befallen, dann reagiert die Pflanze eigenständig und stößt die Blüten ab. Anschließend entwickeln sich neue Knospen, welche dann verspätet geerntet werden können. Dies können und müssen die Farmer natürlich individuell für jede Pflanze entscheiden. Beim Anbau mit gentechnisch verändertem Saatgut und der Ernte mit Maschinen wird nicht so genau hingesehen. Es werden zu bestimmten Zeiten alle Pflanzen maschinell geerntet (egal ob es für die Pflanze zu früh oder unter Umständen zu spät ist). Natürlich ist das Saatgut so gentechnisch verändert, dass die Ernte maximalen Ertrag abwirft. Der Gesamtertrag bei dem konventionellen Anbau ist also um ca. 20 % höher, als beim Bio-Anbau.
Fruchtfolge: Für den Anbau von Bio-Baumwolle ist eine gewisse Fruchtfolge Vorschrift. Es besteht bspw. die Möglichkeit nacheinander Baumwolle, Soja und Weizen anzubauen. Anschließend kann das Feld wieder mit der Baumwollsaat ausgelegt werden. Eine andere Möglichkeit ist der Aufbau in Mischkulturen. Das bedeutet, dass das Feld aufgeteilt wird mit Baumwolle, Soja und Weizen. Durch die Mischkultur entsteht auch noch ein besonderer Effekt, mit welchem sich die Pflanzen untereinander helfen. So werden durch die Hülsenfrüchte Stickstoffe aus der Luft gebunden, welche dann an die Baumwolle weitergegeben werden. Die Baumwolle benötigt Stickstoffe, um gut wachsen (diese bekommt sie hauptsächlich durch die Dünger).
Beim konventionellen Anbau hingegen wären Mischkulturen undenkbar. Da für die Baumwolle als Schutzmittel Pestizide gesprüht werden müssen, können "nebenan" keine Nahrungspflanzen aufwachsen.
Ein für uns sehr wichtiger Aspekt ist der soziale und menschliche Aspekt:
Bio-Bauern sind in der Regel unabhängiger von Dritten. Sie können natürliches Saatgut und natürlichen Dünger verwenden. Durch die bessere Entlohnung für Bio-Baumwolle sind sie nicht so sehr auf Dritte angewiesen wie im konventionellen Anbau. Hier müssen Bauern oftmals die chemischen Mittel (Saatgut, Dünger, Pestizide) von Dritten beziehen. Dafür müssen insbesondere kleinere Bauern teilweise Kredite aufnehmen, um sich dies leisten zu können. Hat man im Anschluss eine schlechte Ernte (bspw. durch ungünstige Wetterbedingungen), dann resultiert dies oftmals in Verschuldung oder Verarmung. Mittlerweile werden auch immer mehr Plattformen geschaffen, mit welchen die Bio-Bauern direkt zu den Verbrauchern verkaufen können, so dass keine Zwischenhändler noch bezahlt werden müssen.